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5 Schritte für weniger Stress – Schritt 1: Wieso du ein Ziel brauchst

In diesem Beitrag geht es darum, wieso du ein für dich klares Motiv haben solltest, wenn du daran interessiert bist eine gelassene und glückliche Schwangerschaft zu haben. Du erfährst, was deine Gewohnheiten damit zu tun haben, wie du deine Schwangerschaft erlebst. Es wird darum gehen wieso du nicht erwartest solltest, dass sich von heute auf morgen dein Umgang mit Stress und deinen Sorgen und Ängsten verändern wird, sondern dass du dich viel mehr in den Prozess verlieben solltest. Und es geht darum welche Phase du überstehen musst bzw. ab wann es kinderleicht ist eine wirklich glückliche und gelassene Schwangerschaft zu erleben.
Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Lesen.

Wenn du dir viele Sorgen machst, oft Angst hast oder generell gestresst bist, spiegelt diese Tatsache deine Gewohnheiten wieder. Und diese Gewohnheiten prägen wiederum dein Verhalten.

Wenn du weniger gestresst sein und eine glückliche und gelassene Schwangerschaft sowie eine angstfreie und sanfte Geburt erleben möchtest, musst du demnach eigentlich nichts weiter tun, als neue Gewohnheiten zu etablieren.

Ich würde dir gerne sagen, dass es in der Umsetzung genauso leicht ist wie es sich anhört, aber wie du selbst schon ahnst, ist es das natürlich leider nicht.

Wenn du dich jetzt fragst: “Jill, wie fange ich denn überhaupt an besser mit Stress und meinen Sorgen und Ängsten umzugehen?” wäre meine Antwort folgende: ließ dir diesen und die vier folgenden Blogartikel durch oder hör dir den gleichnamigen Podcast an! 😉

Wende dein neu erworbenes Wissen an

Ich habe dir nämlich 5 Schritte zusammengestellt, die ich mit dir in den nächsten Wochen teilen werde. Und mein Wunsch ist es, dass dir der wöchentliche Rhythmus dabei hilft, das gelernte Schritt für Schritt auch wirklich anzuwenden. Und der Blog als auch die Podcastfolgen sollen dir dabei als Stütze dienen.
Ich kenne das Problem nämlich nur zu gut. Wie viele Ratgeberbücher, Podcast etc hab ich in meinem Leben schon gehört, ohne das sich was bei mir irgendwas verändert hat. Und woran liegt es? Weil ich mein neu erworbenes Wissen nicht anwende. Und aus dieser Falle möchte ich dich gerne rausholen. Sieh die nächsten 5 Wochen also gerne als gemeinsames Trainingslager oder als mentales Fitnessstudio, um dein Wissen wirklich anzuwenden!

Verlieb dich in den Prozess

Ganz wichtig dabei ist auch, dass du nicht zu hohe Erwartungen hast. Also erwarte bitte nicht, dass du in 5 Wochen ganz anders mit Stress oder deinen Sorgen und Ängsten umgehst. Du wirst zwar auch in fünf Wochen Fortschritte wahrnehmen können, wenn du die Übungen ernst nimmst und wirklich anwendest, aber trotzdem musst du natürlich deine Gewohnheiten in Bezug auf Stress und deine Sorgen und Ängste verändern und das braucht einfach Zeit, Geduld und vor allem Übung. Deswegen begleite ich Schwangere auch in meinen 1:1 Coachings und bald über den Online Kurs über acht Wochen hinweg.

Wieso acht Wochen? Weil es wissenschaftlichen Erkenntnissen nach genau der Zeitraum ist, indem man eine neue Gewohnheit aufbaut, WENN und das ist der springende Punkt, wenn du etwas täglich tust. Die Betonung liegt hier auf dem täglich. Und natürlich könnte ich auch 1.1 Coachings anbieten, die einmalig oder am Wochenende stattfinden – was ich im Notfall, wenn es darum geht schnell Infos und Methoden zu bekommen auch gerne tue. Aber ich möchte gerne gewährleisten, dass die Methoden und Tools auch wirklich etwas bringen. Also begleite ich Schwangere oder auch Leistungssportler mindestens acht Wochen am Stück.

Also was ich damit eigentlich sagen wollte: hab nicht zu hohe Erwartungen an eine schnelle Veränderung, sondern verliebt dich in den Prozess. Hab Spaß dabei dich zu reflektieren und immer wieder neue Daten über dich und dein Verhalten zu generieren und dadurch Dinge über dich zu lernen, die dir vorher nicht bewusst waren, die aber dein Verhalten enorm prägen.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Eine glückliche und gelassene Schwangerschaft und eine angstfreie wie auch sanfte Geburt zu haben ist relativ einfach.

Das verspreche ich dir. Es ist eigentlich wie damals als du gelernt hast Fahrrad zu fahren. Am Anfang war es noch sehr wackelig und vllt bist du ein paar mal gestürzt, aber wieder aufgestiegen. Und dann war es irgendwann plötzlich kinderleicht. Wenn es um deine glückliche und gelassene Schwangerschaft geht, ist die Entschlossenheit, diese wackelige Phase zu überstehen, eine sehr persönliche Angelegenheit und der Schlüsselmoment. Und wenn du die Phasen überstanden hast , die eben ca acht Wochen dauert, ist es kinderleicht für dich deine Sorgen und Ängste sofort im Schacht zu halten oder erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen. Das einzige was du schaffen musst ist diese verdammten acht Wochen täglich daran zu arbeiten. Und hierbei unterstütze ich dich sehr gerne.

In diesem Sinne, lass uns direkt starten.

Wenn du also eine möglichst sorgen- und angstfreie Schwangerschaft und Geburt haben möchtest, musst du anfangen dich zu reflektieren. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass egal welche äußeren Umstände auftreten, egal ob alleine gebären oder mit Partner etc. jede Schwangere in der Lage ist, ihr Stresslevel zu regulieren. Wodurch dann eine gelassene und glückliche Kugelzeit und eine sanfte Geburt möglich ist.

Womit kannst du also am besten starten, um deine Stresskompetenz zu verbessern?

Ein für dich starkes Motiv

Als erstes brauchst du ein für dich starkes Motiv

Die Frage, ob man gerne eine gelassene und glückliche Schwangerschaft haben möchte, wird vermutlich von jeder einzelnen Schwangeren mit einem Ja beantwortet.
Und dann kommt leider oft die Realität ins Spiel. Diese besondere Zeit weckt bei ganz vielen eben nicht nur positive Gefühle, sondern oft auch ungute. Egal, ob man sich unsicher ist wie es dem ungeborenen Baby geht, ob es gesund ist, aber auch die hormonellen und körperlichen Veränderungen können dazu führen, dass man sich eben vermehrt Sorgen macht. Das ist aber ja auch kein Wunder, schließlich trägst du das für dich wichtigste Lebewesen gerade unter deinem Herzen ohne das du oder dein Verstand etwas dazu beiträgt.

Und ich weiß noch, dass ich anfangs wirklich Schwierigkeiten hatte die Kontrolle an meinem Körper abzugeben. Schließlich kannst du eigentlich nicht viel dabei tun, dass dein Baby in dir heranwächst. Du kannst zwar die besten Voraussetzungen durch gute Ernährung, Bewegung und eine gute Stresskompetenz schaffen. Aber wirklich eingreifen in das Wachstum oder auch die Gesundheit deines Babys kannst du eben nicht.

Vertrauen in den eigenen Körper fehlt oft

Und dieser Kontrollverlust oder schöner formuliert, dieses 100 prozentige Vertrauen dem eigenen Körper gegenüber, hat mich anfangs echt gestresst und mir unentwegt diese innere Unruhe bereitet. Das ist aber ja auch kein Wunder. Wenn man mal bedenkt wie man die Jahre oder sogar Jahrzehnte vorher mit seinem Körper gesprochen hat. “Mein Po ist viel zu klein, meine Beine zu kurz und mein Bauch ist viel zu speckig. Den ziehe ich lieber ein”. Das sind nur einige Beispiele, die erklären, wieso zumindest ich nicht viel vertrauen in meinen eigenen Körper hatte.

Der Weg dorthin, also sowohl seinem Körper zu vertrauen, aber auch weniger Sorgen und Ängste zuzulassen und generell eben eine wirklich glückliche und gelassene Schwangerschaft zu haben, erscheint erstmal lang und mühsam. Und ich sag dir ganz ehrlich wie es ist: Es ist viel einfacher, weiterhin die Dinge so zu machen wie du sie immer gemacht hat. Es ist viel einfach so zu denken, wie du immer gedacht hat. Es ist einfacher im Autopiloten oder im Hamsterrad oder wie du diesen Zustand nennen magst, zu bleiben. Man kennt sich aus, muss sich kognitiv nicht anstrengen und ist in der gemütlichen Komfortzone. Ich kenne das 😀

Viele Schwangere wollen eine glückliche und gelassene Schwangerschaft haben und eine angstfreie und sanfte Geburt erleben, aber sie geben auf oder ändern erst gar nichts, weil der Weg dorthin zu schwierig erscheint.

Eine Kombination von Wünschen und Abneigungen

Um deinen Schweinehund zu überwinden, brauchst du deswegen ein für dich starkes Motiv oder Ziel. Ein Motiv ist eine Art Kombination von Wünschen und Abneigungen oder anders formuliert von Dingen, die du willst und von Dingen die du nicht willst.

Wenn du mich fragst, wieso es mir damals – weit vor meiner Schwangerschaft – so wichtig war besser mit Stress umzugehen, hat die Antwort etwas mit tief verwurzelten Wünschen und gleichzeitig auch mit Aversion zu tun.

Ich fang mal mit den Aversionen an, denn das tolle an Aversionen ist, dass sie uns oft zeigen, was wir wirklich wollen. Also, Ich wollte besser mit Stress umgehen, weil ich wusste das daher meine Kopfschmerzen kommen. Ich wollte also nicht mehr ständig Kopfschmerzen haben und tagelang mit Schmerzen ans Bett gefesselt sein. Sorgen über meine Zukunft und Angst davor haben zb keinen guten Job zu finden wollte ich auch nicht mehr haben. Ich habe es gehasst ständig das Gefühl zu haben nicht gut genug zu sein. Und ich fand es schrecklich mich ständig mit anderen zu vergleichen. Ich wollte nicht andauernd diese innere Unruhe spüren und so viele negative Gedanken haben.

Daraus abgeleitet wollte ich stattdessen jeden Tag genießen, mich auf all das positive fokussieren was schon da war und vor allem wollte ich gesund sein. Ich wollte die Kontrolle über meine Gedanken haben und mich nicht mehr von den negativen leiten und einschränken lassen. Das waren bzw sind meine emotionalen Motive warum ich gelernt habe besser mit Stress umzugehen.

Das hat mir natürlich in der Schwangerschaft total geholfen, weil ich durch meine schon vorhandene Stresskompetenz weich gefallen bin. Trotzdem war ich in dieser neuen Situation wieder gestresster als in meinem normalen Alltag, weil diese ganzen Veränderungen anstanden. Und Veränderungen machen oft erstmal Angst. Während meiner Schwangerschaft wollte ich mich aber wieder nicht von meinen Sorgen und Ängsten leiten lassen. Sondern mich voll und ganz auf unser Baby und auch auf die Geburt freuen. Ich wollte diese unbeschreibliche Zeit in vollen Zügen genießen und auch meinem Körper voll und ganz Vertrauen! Und nur weil ich diese für mich starken Motive hatte, hatte ich gleichzeitig einen Fahrplan. Dh das Todo für dich ist: Nimm dir einen Stift und einen Zettel oder noch besser ein schönes Buch, was dich die nächsten Wochen täglich begleitet und beantworte folgende Frage:

Wie sehen deine Motive für eine glückliche und gelassene Schwangerschaft aus?

Es ist wichtig, dass du dir über deine Motive im Klaren wirst! Wenn deine Motive nämlich nicht klar genug oder nicht stark genug sind, dann kann dir der Weg lang erscheinen, um an dein Ziel zu kommen. Das tolle an deiner Schwangerschaft ist, dass du zumindest einen sehr guten Grund unter deinem Herzen trägst, wieso es sich lohnt für eine stressfreiere Schwangerschaft einzustehen. Denn auch dein Baby profitiert davon. Deine Hormone und das sind unter Stress andere als wenn du entspannt bist und gehen teilweise auf dein Baby über!

Und das gute an einem starken Motiv für dich ist, dass du mit ihm viel besser mit Hindernissen umgehen kannst. Und glaub mir, sie werden kommen. Die ersten acht Wochen werden hart. Es ist eben diese wackelige Phase vom Radfahren. Aber nach diesen acht Wochen wirst du mehr als nur in der Schwangerschaft belohnt werden. Es bringt dir nämlich auch als Mama oder Papa enorm viel, wenn du gut mit Stress umgehen kannst.

Hindernisse

Lass uns nochmal kurz über die Hindernisse sprechen:
Ich hab seit den letzten 5 Jahren, immer noch mit Kopfschmerzen und negative Gedanken zu tun. Aber das tolle ist, dass beides lange nicht mehr so stark vorhanden ist wie am Anfang.

Und weil ich eben gute Gründe habe, höre ich nicht auf weiter an meiner Stresskompetenz zu arbeiten. Letztendlich ist es nämlich wie bei allen Kompetenzen: sobald wir sie nicht mehr trainieren, werden sie wieder schlechter.

Es ist wie mit Fremdsprachen. Als ich damals 1,5 Jahre in Amerika gewohnt habe, war mein Englisch super. Seitdem ich zurück bin und im Alltag kaum Englisch spreche, ist es für mich nicht nur kognitiv anstrengend wieder Englisch zu sprechen, sondern es hört sich auch ziemlich verrostet an. Und das schlimme ist eigentlich: mit jedem Tag, an dem ich nicht spreche, wird es schlechter.

Das gleiche gilt für meine Stresskompetenz. Deswegen arbeite ich jeden Tag an ihr, selbst, wenn ich vermeintlich keinen Stress habe. Und das spannende am Leben ist ja, dass es geprägt ist durch Veränderungen. Und da Veränderungen oft erstmal Angst machen, hat man eigentlich sowieso fast jeden Tag die Möglichkeit an der eigenen Stresskompetenz zu arbeiten!
Also Egal ob im Arbeitsleben oder im Alltag oder eben in der Schwangerschaft.

Weder einfach noch zu schwer

Also, was ich eigentlich sagen wollte ist: ich würde dir gerne sagen, dass es leicht war bzw ist, anzufangen besser mit Stress und seinen Sorgen und Ängsten umzugehen. Aber das ist es nicht. Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht so schwer, dass es nicht machbar wäre. Und du musst eigentlich nur die ersten acht Wochen überstehen, weil du dann eine neue Gewohnheit etabliert hast und es in dein Fleisch und Blut übergegangen ist besser mit Stress umzugehen. Das wichtigste ist eben, dass du ein starkes Motiv oder Ziel für dich hast. Denn ohne Ziele ist alles irgendwie viel anstrengender.

Bevor du dir also in einer Woche die neue Podcast Folge anhörst oder den neuen Blogartikel durchließt, setz dich wirklich einmal hin und reflektiere. Welche Motive hast du? Schreib sie wirklich auch auf. Das macht noch mal viel mehr mit dir, als wenn du das ganze nur gedanklich machst.

Stay tuned

Nächstes Mal erfährst du dann den zweiten Schritt und der wird sich mit deinen täglichen Wahlmöglichkeiten beschäftigen.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Umsetzen. Falls du Fragen hast, schreib mir gerne bei Instagram unter kugelzeitcoaching. Ich freu mich natürlich auch sehr, wenn du dein Motiv mit deinen Mitschwangeren teilst! Davon profitiert ihr gegenseitig und könnt euch untereinander austauschen und merkt, dass ihr nicht alleine seid. Und wenn du anfängst deine Motive zu teilen, traut sich vlt die nächste. Eine muss meist nur anfangen.

Lass uns die nächsten Wochen nutzen, um uns gegenseitig halt zu geben und gemeinsam zu wachsen.

Auf ein schönes Bauchgefühl.
Ich glaub an dich und du solltest es auch tun.
Deine Jill

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