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Geburt in Zeiten von Corona und wie du es schaffst, sorgenfreier darüber zu denken

In der heutigen Folge geht es um das Thema Geburten in Zeiten von Corona.

Ich möchte mit dir darüber reden, wieso es dir nichts bringt, wenn du innerlich mit der aktuellen Situation streitest. Es wird darum gehen, was du viel besser tun kannst, damit du nicht mehr die Leidtragende bist und ständig hoffst, dass die Geburt trotz Corona mit Partner stattfinden kann, sondern dich auf deine Handlungsmöglichkeiten konzentrierst. Und ich gebe dir einige Impulse mit, die mir damals im ersten Lockdown, als ich meine Tochter ohne meinem Partner zur Welt gebracht habe, sehr geholfen haben.

Ich hoffe sehr, dass dir diese Folge Halt gibt und du dein Mindset verändern kannst, wenn du dir gerade große Sorgen machen solltest. 

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Lesen und Umsetzen.

Wie du entspannter mit der Corona-Situation umgehen kannst

Aufgrund der aktuellen Corona Situation und der Frage, was es genau für die Geburten bedeutet, habe ich mich dazu entschlossen, in dieser Beitrag über Geburten in Zeiten von Corona zu schreiben. Und dir geht es vermutlich wie mir, du kannst das Wort Corona bestimmt auch nicht mehr hören. Und trotzdem möchte ich darüber schreiben, weil ich viele Schwangere kenne, die durch die Pandemie verunsichert sind und sich Sorgen über die bevorstehende Geburt machen.

Alleine das eigene Kind zur Welt zu bringen ist sicherlich nichts, was man sich wünscht und beunruhigend wirken kann. Gerade wenn es das erste Kind ist, aber vermutlich auch bei allen weiteren Kindern. Und ich möchte die aktuelle Situation nicht schönreden, ich möchte dir viel mehr eine Möglichkeit an die Hand geben, wie du etwas entspannter durch diese Zeit kommst.

Streitest du mit der Realität?

Bryon Katie, die Gründerin der Methode The Work, hat in ihrem Buch einen tollen Vergleich gezogen. Wenn du dir wünscht, dass die Realität anders aussieht, als sie es tut, wenn du dir also wünscht, dass Corona nicht existiert, kannst du genauso gut versuchen einer Katze das Bellen beizubringen. Du kannst es noch so oft probieren, aber die Katze wird weiterhin Miauen. Es bringt dich nicht weiter, dir zu wünschen, dass die Realität eine andere sein soll. Natürlich kannst du dein restliches Leben versuchen, deiner Katze das Bellen beizubringen. Oder eben in deinem Fall dir deine restliche Schwangerschaft wünschen, dass du nicht zu Coronazeiten gebären musst. Aber die einzigen Dinge, die du damit veränderst sind folgende. Uum einen ändert sich dein Hormonhaushalt. Dein Körper produziert dann nämlich mehr Stresshormone. Zum anderen verschwendest du soviel Energie, dass nichts mehr für die Lösungsfindung übrig bleibt.

Dein Leiden wird quasi verursacht, weil deine Überzeugungen von einer schönen Geburt im Widerspruch zu den aktuellen Corona Zeiten steht. Oder anders formuliert: deine Gedanken widersprechen der Realität und das sorgt dafür, dass es dir nicht gut geht.

Auch ich habe Corona nicht wahrhaben wollen

Ich kann voll und ganz nachvollziehen, dass du die Realität gerne anders hättest als sie momentan aber nun mal leider ist. Und ich spreche da aus Erfahrungen. Meine Tochter wurde im ersten Corona Lockdown in Deutschland geboren und wir alle waren darauf nicht vorbereitet. Und wir alle wollten die Realität nicht wahrhaben. Mich hat es tatsächlich dadurch einige Tage gekostet wirklich loszulassen und bereit für die Geburt zu sein und das trotz Blasensprung. Mehr dazu und wieso die Geburt, obwohl Hendrik nicht dabei sein konnte, dann doch noch wunderschön war, kommt in dem nächsten oder übernächsten Beitrag. Aber soviel schon mal vorweg: ich hab irgendwann im Krankenhaus aufgehört mit der Realität zu streiten. Und stattdessen akzeptiert, dass ich die Geburt alleine bzw. gemeinsam mit meiner Tochter zu einem schönen Erlebnis machen werde. Und von dem Zeitpunkt an, hat es keine 2,5 h gedauert und Lilly war auf der Welt. 

Wenn wir mit der Realität streiten und sie nicht akzeptieren, können wir nur verlieren. Egal um was es geht. Und wir streiten unglaublich oft am Tag mit ihr. Gedanken wie “meine Frauenärztin hätte heute echt netter sein können”. Oder “ich muss dringend mehr Sport machen und weniger Süßigkeiten essen”. “Wieso leide ich unter einer Zervixinsuffizienz und allen anderen geht es gut?”. Oder eben Gedanken wie “Ich kann mein Baby nicht ohne Partner oder Partnerin auf die Welt bringen”. Diese Gedanken machen vor allem eins: sie setzen uns selbst enorm unter Druck und stressen uns ungemein. Warum? Weil wir uns ziemlich oft weigern, unangenehme oder schwierige Dinge als Realität zu akzeptieren.

Wieso du die Realität akzeptieren solltest

Aber der einzige Weg den Druck zu nehmen, ist es die Situation zu akzeptieren. Egal wie scheiße die Realität auch sein mag. Denn es ist nun mal einfach wie es ist und kein Gedanke dieser Welt kann daran etwas ändern. Keiner. Wir verschwenden nur unsere Zeit, steigern uns in unsere Angst, Wut, Trauer oder Hilflosigkeit hinein und unsere körperliche Erregung, also unsere körperliche Stressreaktion verstärkt sich. 

Wir verschwenden unsere Energie, wenn wir im Hadern steckenbleiben und die Dinge nicht wahrhaben wollen. Und all das führt dazu, dass wir uns selbst daran hintern, konstruktiv mit der Situation umgehen zu können.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich sage nicht, dass du es gutheißen oder toll finden sollst, dass die Situation momentan so ist, wie sie ist. Ich sage nur, dass es die Situation wesentlich einfacher macht, wenn du sie ohne einen inneren Widerstand betrachtest.

Denn erst wenn du die Realität annimmst, wie sie ist, kannst du konstruktive Lösungen für dich finden, weil deine Energie nicht mehr im Hadern oder Ärgern, im Dagegen ankämpfen oder Verleugnen verbraucht wird.

Und glaub mir, niemand, wirklich niemand möchte eine Muttermundverkürzung haben und bettlegerich sein. Niemand möchte eine Fehlgeburt erleiden müssen. Niemand möchte ein Frühchen oder ein krankes Kind gebären. Und niemand möchte sein Kind ohne den geliebten Partner oder die geliebte Partnerin zur Welt bringen. Aber solche Dinge passieren leider. Und die Frage ist: helfen dir deine eigenen Gedanken, wenn du diese Realität nicht akzeptierst? Oder gibt es vllt andere Möglichkeiten über diese Situation zu denken?

Bessere Möglichkeiten als mit der Realität zu streiten

Welcher Gedanke hilft dir mehr: “Ich wünschte ich hätte keinen verkürzten Muttermund und darf nicht aufstehen”. Oder “Ich habe einen verkürzten Muttermund und bleibe deswegen im Bett, damit es meinem Baby und mir gut geht. Wie kann ich mir die Zeit möglichst angenehm gestalten?” 

Welcher Gedanke gibt dir mehr Kraft: “Ich kann mein Kind nicht ohne Partner/Partnerin auf die Welt bringen” oder “Ich werde die Geburt mit meinem Kind gemeinsam machen. Was kann ich jetzt schon tun, damit ich mich auf diese Situation einlassen kann?”

Du merkst, es gibt bessere Möglichkeiten als die Realität nicht akzeptieren zu wollen. Möglichkeiten, die dich stärken und so gut es geht vorbereiten. Und trotzdem passiert es täglich zu Hauf, auch schon bei kleineren unwichtigeren Dingen, dass wir mit hadern reagieren. Zum einen weil unser Gehirn sowieso eine Negativitätstendenz hat und zum anderen, weil wir oft auch nicht wissen, wie wir mit der Art zu Denken aufhören. Schließlich denken wir oft schon Jahrzehnte genau so und haben es ja leider auch nirgends gelernt, unser Denken zu überprüfen, in Frage zu stellen und gegebenenfalls neue Gedanken zu wählen. Deswegen ist das ein zentraler Punkt in meinen Coachings: das man Wissen über die verschiedenen Denkmuster an die Hand bekommt, sich dann angeleitet seiner eigenen Denkmuster bewusst wird und diese dann auch ändern kann. Nämlich in solche, die dich unterstützen, die Situationen erträglicher zu machen und du dadurch wieder innerlich ruhig wirst. 

Du kannst aber natürlich auch direkt jetzt schon damit anfangen, dieses neue Denken zu üben. Versuche, alles genau so anzunehmen, wie es ist. Alles. Dadurch hörst du automatisch auf mit der Realität im klinsch zu sein und tust dir dadurch dann nicht mehr selbst so weh und findest viel schneller passende Lösungen für dich und deine Situation.

Anstatt also Angst davor zu haben, alleine dein Kind auf die Welt zu bringen, akzeptiere, dass dieser Fall eintreten kann und überleg, wie du das Beste aus der Situation machst. 

Dinge, die mir geholfen haben, die Geburt meiner Tochter im Corona Lockdown alleine zu rocken

Ich geb dir gerne die Dinge mit, die mir damals geholfen haben. Nimm sie gerne als Impuls, um deine negativen Gedanken durch hilfreichere zu ersetzen.

Mir hat es damals sehr geholfen mir darüber im klaren zu werden, dass ich mein Kind auch ohne Partner nicht komplett alleine auf die Welt bringen werde. Du bist umgeben von Hebammen, also den Expertinnen für Geburten, wenn es darum geht an deiner Seite zu sein, dir Halt zu geben und die dir hilfreiche Ratschläge geben können. 

Außerdem war mir klar, dass mir eigentlich unter der Geburt sowieso niemand helfen kann. Weder mein Partner noch die Hebammen. Unser Körper und auch unser Baby wissen instinktiv, was sie zu tun haben und das einzig wichtige ist, den Kopf auszuschalten und den Körper machen zu lassen.

Dann hab ich mich gefragt, was der Worst Case wäre, wenn ich alleine im Kreißsaal mein Kind bekommen würde. Und das schlimmste was mir eingefallen ist, ist, dass Hendrik die ersten Stunden der kleinen Maus nicht miterleben würde. Das ist natürlich traurig, aber nicht das Ende der Welt. 

Und dann hab ich mir vorgestellt, wie es sein wird, wenn wir alle zusammen nach Hause fahren und habe mich auf die positiven Emotionen konzentriert. Und das tolle ist, dass wir niemals zwei Gedanken gleichzeitig denken können. Wir können nicht ängstlich sein und gleichzeitig darüber nachdenken wie schön es sein wird, im eigenen Zuhause mit unserem Baby zu sein. Und diese Tatsache habe ich mir zunutze gemacht und mich aktiv für die schönen Gedanken entschieden.

Vielleicht fallen dir jetzt spontan schon weitere Gedanken ein, die dich beruhigen. Ich hoffe sehr, dass dir dieser Beitrag geholfen hat und glaub mir, du bist sowieso stärker als du denkst!

Werbung in eigener Sache

Bevor dieser Beitrag nun komplett vorbei ist, kurz Werbung in eigener Sache. Und zwar freut es mich sehr, dir sagen zu können, dass du im März 2021 wieder die Möglichkeit hast an einem achtwöchigen online Gruppen Coaching mit maximal 5 weiteren Schwangeren teilzunehmen. In diesen acht Wochen wirst du lernen deine schwangerschaftsspezifischen Sorgen und Ängste im Schacht zu halten. Du wirst danach besser mit Stress und Unsicherheiten umgehen können und du wirst schnell merken, dass du nicht alleine bist. Neben den psychologischen Methoden und Coaching Übungen ist der Austausch mit anderen Schwangeren oft sehr hilfreich, weil auch das ja gerade in der Pandemie viel zu wenig stattfindet. Falls dich das Coaching interessiert, schau gerne unter kugelzeitcoaching.de vorbei. Da findest du weitere Infos und wenn du dich unverbindlich in die Warteliste einträglich, bekommst du sogar einen Wartelistenrabatt. Ich freu mich, wenn du vorbei schaust:)

In diesem Sinne: auf ein schönes Bauchgefühl.

Ich glaub an dich und du solltest es auch tun!

Deine Jill

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