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Beckenendlage und wie du es schaffst, trotzdem gelassen zu bleiben

Wie du gelassen mit einer Beckenendlage umgehen kannst und dich dadurch nicht stressen lässt.

Es wird darum gehen, dass es nicht die Aufgabe deines Babys ist, sich zu drehen und nicht mehr in der Beckenendlage zu liegen, damit es dir wieder gut geht. Sondern, dass du die Situation nutzen solltest, um dir deine Ängste genau anzuschauen, damit sie dadurch dann kleiner werden können.

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Hören und noch mehr Freude beim Umsetzen.

Rezensionen von euch

Bevor es mit den Tipps losgeht, wollte ich mich einmal für all eure lieben Nachrichten bei Instagram bedanken, die täglich bei mir eintreffen. Ich feier es sehr, dass ihr den Kugelzeit Coaching Podcast so feiert und würde euch gerne zwei Rezensionen vorlesen, die mich ua wirklich sehr gerührt haben.

“Liebe Jill, ich wollte dir nur sagen, wie toll dein Podcast ist. Er hilft mir so sehr durch eine unbeschwerte Schwangerschaft. Wenn ich mal Angst habe, höre ich mir eine Folge an und es beruhigt mich ungemein. Ich empfehle deinen Podcast immer wieder, speziell in Schwangerschaftsforen. Ich hoffe, viele Frauen kommen in den Genuss Deiner Arbeit. Es hat mir bei so vielen Schwangerschaftsthemen vor Augen geführt, dass nicht alles ein Kampf sein muss und ich das Recht auf eine glückliche und entspannte Schwangerschaft haben kann. Selbst nach meiner Fehlgeburt konnte ich dank dir Mut und Kraft fassen. Danke dafür.”

Eure Weiterempfehlungen sind das schönste Kompliment, was ihr mir machen könnt. Dadurch helft ihr nämlich auch anderen Schwangeren, besser mit ihren Sorgen und Ängsten umzugehen und das ist ja genau meine Vision: dass wirklich JEDE Schwangere eine entspannte Schwangerschaft erlebt. Wenn du den Podcast bei iTunes hörst, würde ich mich übrigens riesig freuen, wenn du dort eine kurze Rezension da lässt, weil auch dadurch einfach noch mehr Schwangere von den Inhalten profitieren können! 🙂 Also vielen lieben Dank für eure Weiterempfehlungen und Rezensionen! Die zweite Rezension, die du jetzt ließt, ist ebenfalls wunderschön:

“Ich bin von dir und deinen Folgen total begeistert. Du holst mich in so vielen Momenten ab, sprichst genau die Themen an, die mich beschäftigen und schenkst unglaublich viel Positivität und Zuversicht. Dafür möchte ich dir von Herzen danken!”

Es freut mich sehr, dass ich mit den Folgen die richtigen Themen anspreche. Wenn du aktuell Sorgen zu einem bestimmten Thema hast, die im Podcast oder auch hier im Blog noch nicht abgedeckt sind, schreib mir gerne unter coaching@jillbaier.de oder einfach eine Nachricht bei Instagram. Der Podcast und der Blog sind für dich und je mehr Input ich von dir bekomme, was du dir wirklich wünscht, desto mehr wirst du wiederum profitieren! Ich freue mich also sehr von dir zu hören!

Lass uns jetzt zum Thema Beckenendlage kommen.

Beckenendlage

Ich war vor ein paar Tagen bei meiner Frauenärztin zum letzten Ultraschall. Dort wurde festgestellt, dass sich unsere kleine Maus leider in die Beckenendlage gedreht hat. Dh die Kleine liegt jetzt mit ihrem Köpfchen nicht nach unten, wie es im besten Fall für die Geburt vorgesehen ist, sondern nach oben. Laut Ärztin hat sie jetzt noch knapp zwei Wochen, um sich wieder alleine zurückzudrehen. Ansonsten wird es immer schwieriger für sie. Und eventuell muss von außen nachgeholfen werden. Sofern ich das denn möchte.

Stress entsteht

Als sie mir von der Beckenendlage erzählt hat, sind mir direkt gefühlt tausend Dinge eingefallen, durch die bei mir Stress entstanden ist. Gedanken von “meine Wunschgeburt findet im Geburtshaus statt und da kann ich aber nicht hin, wenn die Kleine nicht richtig liegt” bis hin zu “was ist, wenn es im Kaiserschnitt endet?”. Ich gehe hier bewusst nicht auf all die andern Gedanken ein, die ich hatte, weil ich dir nicht meine Flusen in den Kopf setzen möchte. Und wenn du diesen Post ließt, gehe ich stark davon aus, dass du in derselben Lage bist wie ich aktuell. Und dann hast du schon genug eigene Hypothesen im Kopf, die dich unnötig stressen. Da brauchst du nicht auch noch meine 😉

Was wirklich stresst

Vielleicht ist dir auch schon klar, dass auch hier mal wieder ein altbekannte Phänomen eingetreten ist. Es ist nämlich nicht die Beckenendlage an sich, die mich und vermutlich auch dich stresst. Sondern die ganzen Hypothesen, die wir darüber aufstellen. Und hier merkst du auch, dass die Arbeit an der eigenen Selbstregulation oder Stresskompetenz eine never ending lovestory ist. Um gut mit stressigen Situationen bzw. um genauer zu sein mit stressigen Gedanken umgehen zu können, ist es wichtig, jeden Tag an seinem Mindset zu arbeiten. Und nicht wieder damit aufzuhören, nur weil gerade alles gut ist. Denn je emotionaler eine Situation ist, desto schwieriger ist es natürlich auch da mental wieder rauszukommen. Und sich eben nicht selbst verrückt zu machen. Und je stärker du dein Mindset tagtäglich in die richtigen Bahnen lenkst, desto einfacher kannst du auch mit diesen emotionalen Themen umgehen.

Negativitätstendenz und ihre Auswirkungen

Und selbst mit täglichen Training, so wie bei mir, passiert aufgrund der Negativitätstendenz unseres Gehirns automatisch folgendes:

Obwohl ich ganz genau weiß, wie wichtig es ist, in stressigen Momenten innezuhalten und genau zu hinterfragen was gerade gedanklich bei mir abgeht, habe ich es die ersten Stunden nach dem Befund nicht geschafft, mein Kopfkino bewusst auszuschalten. Und dementsprechend habe ich alles geglaubt, was ich gedacht habe. Das passiert einfach bei Dingen, die uns wichtig sind. Und dann passiert nämlich genau dieses „verrückt machen“. Und auch ich komme ganz leicht vom 100stel ins 1000stel. Und das ist Stress pur sag ich dir. Aber das kennst du vermutlich selbst ja auch.

Wieso die Beckenendlage nicht verantwortlich für deinen Stress ist

Die Beckenendlage ist nur für 10% deines Stressempfindens zuständig. Du selbst dichtest  90% mit deinen Gedanken dazu. Das bedeutet gleichzeitig, dass es nicht die Aufgabe deines Babys ist, sich zu drehen, damit du wieder entspannt sein kannst und dich beruhigst. Denn dadurch bist du immer von äußeren, wobei in diesem Falle ja auch irgendwie inneren, Dingen abhängig. Und das ist nie gut. Und wenn es nicht die Aufgabe deines Babys ist, seine aktuelle Position zu verändern, nur damit du wieder gelassener wirst, bedeutet das im Umkehrschluss eben, dass es alleine deine Aufgabe ist, Verantwortung für deinen Gefühlszustand zu übernehmen. Und dich mit dem auseinander zu setzen, wovor du Angst hast.

Schritt für Schritt in Richtung Gelassenheit

Dh die Frage ist jetzt: Wie kommt man aus diesem gedanklichen Teufelskreis an Sorgen wieder raus? Und im besten Fall sogar schnell wieder raus, damit die Beckenendlage kein Hindernis mehr für deine Wunschgeburt ist?
Und diese Frage möchte ich dir sehr gerne beantworten, in dem ich dir einfach die Schritte nenne, die ich nach ein paar Stunden angewendet habe.

1. Kopfkino erkennen

Der allererste und vermutlich wichtigste Punkt ist, dass du dir in solchen stressigen Situationen bewusst darüber wirst, dass dein Kopfkino gerade an ist. Und das du eben ganz viele Hypothesen aufstellst. Denn wenn du das nicht wahrnimmst, kannst du es auch nicht ändern. Dadurch bleibst du eben nicht nur Stunden, sondern manchmal sogar Tage, Wochen, Monate oder leider teilweise sogar Jahre angespannt.

2. Atmung

Sobald ich im ersten Schritt also merke, dass ich gestresst bin und viele Hypothesen aufstelle, gehe ich in einem zweiten Schritt in eine bewusste und tiefe Atmung über. Warum mache ich das? Wenn wir gestresst sind, wird unser Atem automatisch flacher und schneller. Einfach aus dem Grund, dass wir bei einer “echten” Gefahr, und dafür ist unsere Stressreaktion eigentlich da, alles in unserem Körper vorbereitet, um zu kämpfen oder zu flüchten. Mehr dazu findest du in den ersten Podcastfolgen im Kugelzeit Coaching Podcast.

Und für diese körperliche Bewältigungsreaktion, die heutzutage eben oft nicht mehr zeitgemäß ist, braucht unser Körper mehr Sauerstoff, da er dadurch mehr Energie bekommt. Und hier kommst du mit deiner bewussten tiefen Atmung jetzt ins Spiel. Du kannst deinen Körper nämlich auch hier wieder bewusst einsetzen, um zu signalisieren: hey, es ist alles gut. Mit einer tiefen Atmung aktivierst du nämlich dein Parasympathisches Nervensystem und das ist für deine Entspannung zuständig. Es ist also kein Hokuspokus oder esoterischer Hintergrund, wenn ich von der Atmung spreche. Sondern reine Biologie und die solltest du unbedingt für dich nutzen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Denn wenn du gestresst bist, hast du definitiv keinen klaren Kopf. Sondern bleibst im hypothetischen Teufelskreis deiner negativen Gedanken gefangen. Und zwar länger als nötig. Und durch die tiefe Atmung entspannt sich dein Körper und auch der Nebel in deinem Kopf verschwindet.

3. Realitätscheck

Sobald ich mich dann in einer akut emotionalen Situation durch meine Atmung runtergeholt habe, stelle ich mir meine Lieblingsfrage. Und die geht folgendermaßen: streite ich gerade mit der Realität? Weigere ich mich also aktuell etwas anzunehmen, obwohl es ein Fakt ist? Wie zb die Tatsache, dass mein Baby in Beckenendlage liegt?

Das können allgemeine Dinge sein wie
– Mein Mann hat den Müll nicht runtergebracht und es nervt mich (wobei ich fairerweise dazu sagen sollte, dass es bei uns zu Hause eher der Fall ist, dass ich den Müll nicht rausbringe. 😀 Also danke auch auf diesem Weg nochmal Hendrik)
– Ich im Stau stehe und darüber wütend bin
– Aber eben auch Dinge wie: Meine Kleine hat sich in die Beckenendlage gedreht und das stresst mich.

All diese Beispiele haben eins gemein: sie ärgern uns, machen uns wütend oder stressen uns, weil wir diese unschönen Dinge nicht wahrhaben wollen. Und daher mit der Realität streiten. Das Dumme ist nur: der Realität, also sowohl dem Stau als auch der Beckenendlage ist es total egal, wie wir darüber denken oder fühlen. Ändern wird sich durch unser Gemecker oder unser Grübeln nichts an der Situation. Das einzige was wir dadurch provozieren, ist eine Verlängerung der unangenehmen Situation, die wir nicht akzeptieren wollen. Und im Zuge dessen steigt unser Stresslevel.

Dh mit der Frage “streite ich gerade mit der Realität” wird mir schlagartig klar, dass ich meine Energie verschwende. Und mein eigenes Stresslevel unnötigerweise hochhalte.

4. Akzeptanz

Und mit dieser Erkenntnis, kann ich dann zum vierten Punkt übergehen. Nämlich die Situation, so wie sie ist, zu akzeptieren. Damit sage ich nicht, dass es gut ist, dass meine kleine in der Beckenendlage liegt. Sondern ich akzeptiere es einfach. Und das tolle ist, dass ich dann keine Energie mehr verschwende. Sondern es hinbekommen wirklich auch nach Lösungen zu suchen. Das kann ich nämlich nicht, wenn ich noch damit beschäftigt bin mich darüber aufzuregen, wie scheiße die Situation mit der Beckenendlage ist.

Meine Lösungsfindung damit die Beckenendlage kein Stressfaktor mehr ist

Und meine Lösung sah bei dem Problem dann folgendermaßen aus. Ich hab mir eine Liste mit Fragen und Arbeitsaufträgen geschrieben, die so klang:

-Wie sieht die Faktenlage bei Beckenendlage eigentlich aus? Wie viele Kinder liegen bei der Geburt wirklich noch in Beckenendlage. Also mit dem Kopf nach oben?
-Was ist das Gute daran, dass meine kleine gerade in Beckenendlage liegt?
-Was wäre mein persönlicher Worst Case, wenn meine kleine weiterhin in der Beckenendlage bleibt?
– Auf Worst Case vorbereiten und gedanklich so aufarbeiten, dass er für mich akzeptabel wird.
-Nach Übungen schauen, die ich aktiv tun kann, um die Drehung zu unterstützen, damit keine Beckenendlage mehr vorliegt.

Vorteile vom eigenen Handeln

Und dieses tatsächliche ins-handeln-kommen führt dann dazu, dass ich mich immer wieder aufs Neue beruhigen kann.

Ich teile jetzt einfach mal mit dir, was ich für mich aus diesen 5 Punkten gemacht habe:

Faktenlage bei Beckenendlage

Laut Faktenlage liegen nur noch 3-5 % der Kinder bei der Geburt in Beckenendlage. Dh im Umkehrschluss eben auch: 95-97% aller Kinder drehen sich noch rechtzeitig. Sehr beruhigende Zahlen wie ich finde. Aber die reichen natürlich nicht, um wirklich komplett beruhigt zu sein. Weil wir ja alle diese kleine Stimme im Kopf haben, die nur sagen muss: “Und was ist wenn du zu den 3-5% gehört?” Und zack, das ganze Kartenhaus von innerer Ruhe fällt sofort wieder in sich zusammen.

Reframing bei Beckenendlage

Und um genau sowas zu umgehen, gehe ich dann noch ein paar Schritte weiter und betreibe Reframing. Dh nichts anderes, als das ich die Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachte. Anstatt mich also auf all das negative zu konzentrieren, wende ich etwas mehr Energie auf und überlege mir, was vielleicht auch gut an der aktuellen Situation ist.

Und das Gute an der aktuellen Situation ist, dass mich meine Kleine jetzt schon unterstützt, mich wirklich auch mit den Themen auseinanderzusetzen, von denen ich es mir eigentlich fest vorgenommen habe. Aber es dank Schweinehund noch nicht getan habe. Nämlich mit den ganzen Plan bs und cs. Wenn du dir den Geburtsbericht meiner ersten Tochter angehört hast, weißt du, das meine erste Tochter ohne meinen Mann zur Welt kam. Und du weißt, dass ich auf diese Tatsache nicht vorbereitet war. Und dementsprechend war es ein echter Schock in dem Moment. Aber die Geburt an sich war trotzdem wunderschön. Du brauchst also keine Angst haben – es ist keine Horror Story, sondern ein Geburtsbericht, der Mut machen soll.

Und der mich immer wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, flexibel auf alles mögliche reagieren zu können. Gerade auch unter der Geburt. Und dafür ist es eben so wichtig, sich auch die Szenarien anzugucken, die man sich nicht wünscht, die aber theoretisch eintreten können. Wie zb doch im Krankenhaus das Kind zu bekommen. Oder sogar bis hin zu dem Gedanke, dass es ein Kaiserschnitt werden wird. Und normalerweise wollen wir uns mit solchen Themen nicht auseinandersetzen. Weil sie vllt Angst machen, weil sie in uns Unbehagen erzeugen oder wieso auch immer. Das Problem dabei ist, dass diese Situationen dann oft viel schlimmer wirken als sie tatsächlich sind. Und deswegen ist es so hilfreich, sich zu überlegen was das aller schlimmste wäre, was passieren könnte.

Mein Worst Case bei einer Beckenendlage

Für mich wäre das aller schlimmste, einen Kaiserschnitt zu bekommen und ein paar Tage im Krankenhaus bleiben zu müssen. Und meine große Tochter dementsprechend ein paar Tage nicht mental unterstützen zu können. Dh ich wäre bei einer Phase nicht für sie da, die natürlich auch für sie emotional sein wird. Schließlich ist sie dann von heute auf morgen kein Einzelkind mehr. Und in dieser Phase möchte ich sie unbedingt begleiten und für sie da sein. Und dies eventuell nicht zu können, macht mich unglaublich traurig. Jetzt schon. Obwohl diese Hypothese kein Fakt ist.

Und wenn ich in diesen Gedanken vom Kaiserschnitt reingehe und mich traue genau hinzuschauen wird schnell klar, dass es nicht der Kaiserschnitt an sich ist, vor dem ich Angst habe. Und dadurch wirkt er direkt weniger schrecklich. Und jetzt kann ich mich auf das wirkliche fokussieren, was mich beunruhigt und mir einen Plan machen, wie ich meine größere Tochter auch aus der Ferne potenziell begleiten kann.

Und dieses Hinterfragen und Annehmen kann ich mit allen weiteren Worst Case Szenarien machen, die mir im Kopf schwirren, wenn ich an die Beckenendlage denke.

Diese und weitere Methoden findest du übrigens auch noch mal ausführlich in meinem ganz bald erscheinenden Buch, damit du eben alleine und trotzdem irgendwie angeleitet genug Methoden an der Hand hast, um dich selbst schnell wieder zu beruhigen. Ganz egal was in deiner Schwangerschaft passiert oder eben auch nur in deinem Kopf 😉 Mehr zum Buch erfährst du immer mal wieder bei Instagram, aber ich werde natürlich auch hier nochmal was dazu sagen, wenn es dann endlich erscheint. Und ich überlege aktuell sogar eine Live Lesung zu machen. Auch da werde ich dich definitiv updaten, sobald es konkreter wird 🙂

Mut zahlt sich aus

So zurück zum Thema: wenn du dir deinen persönlichen Worst Case angeguckt hast, wirst du merken, wie viel besser es dir geht. Und zwar sofort. Dein Mut wird also direkt belohnt. Ich bin mittlerweile wieder tiefenentspannt und weiß, dass egal ob die kleine in Beckenendlage bleibt oder nicht: alles wird gut, egal was passiert. Und dieses Gefühl von Vertrauen ist mit nichts zu vergleichen und fühlt sich so so gut an.

Und wenn es mir dann immer noch wichtig genug ist, dass sich die Kleine doch noch dreht und nicht mehr in der Beckenendlage liegen sollen, kann ich jetzt überlegen, wie ich sie unterstützen kann.

Wie z.B. durch Meditationen, die indische Brücke oder meine Hebamme nach weiteren Tipps fragen oder oder oder.

Bewertungen vermeiden

Und ganz wichtig zu erwähnen ist mir noch der folgende Punkt: bitte bewerte die Lage deines Babys nicht. Was mir die letzten Tage jetzt immer wieder untergekommen ist, ist die Tatsache, dass fast jeder ungefragt – mal wieder – seine Meinung zu der Beckenendlage gibt. Und meistens sofort negative Zuschreibungen gemacht werden wie zb: “jaja, Babys in Beckenendlage sind meistens auch später noch sehr stur. Und sitzen erstmal alles aus und wollen, dass andere sich erstmal bewegen bevor sie es selbst tun”. Wow, da meinen die Leute doch tatsächlich von einer Position Rückschlüsse auf den Charakter meines Babys ziehen zu können.

Negative Zuschreibungen bei Beckenendlage

Und natürlich machen auch solche Kommentare etwas mit uns oder in dem Falle mit mir. Denn auch bei mir ist sofort wieder das negative Kopfkino angegangen. Allerdings nur kurz. Weil ich Bewertungen jeglicher Art versuche zu vermeiden. Das fällt mir natürlich nicht immer leicht, aber mein Blick dafür ist einfach schon geschärft. Und ich arbeite an mir und das ist das gute, weil mir diese Aussagen sofort unangenehm aufgefallen sind und ich sie dadurch wieder loslassen konnte.

Es macht nämlich einen riesen Unterschied, ob ich – schon vor der Geburt meines Babys – davon ausgehe, dass es ein stures Kind werden wird. Oder aber ob ich einfach bei dem Gedanken bleibe, dass sie halt einfach in Beckenendlage liegt. Punkt. Oder ich freue mich darüber, dass sie anscheinend Freude an Purzelbäumen hat. Beide Optionen – also die reine Akzeptanz oder das positive Framen mit dem Purzelbaum sind besser, als negative Zuschreibungen zu machen. Denn durch negative Zuschreibungen kann es schnell passieren, dass wir sauer auf das Ungeborene sind oder ihm die Schuld geben, falls es nicht zur eigenen Traumgeburt kommen kann. Und alleine dadurch ebnen wir unbewusst oft einen Weg für unser Kind, der ihm nicht wirklich wohlgesonnen ist. Und warum? Wegen einer Position im Bauch, die es zur falschen Zeit eingenommen hat.

Gedankenstop

So viel zum Thema Bewerten. Und was mir spontan gerade noch einfällt ist, dass es auch sehr hilfreich sein kann, wenn du nicht weiter über die Situation nachdenkst. Ich weiß, dass ist gar nicht so einfach, aber ich hab mal wieder gemerkt, dass ich, wenn ich alle eben genannten Schritte durchgehe und wirklich ins Handeln dadurch komme, automatisch viel weniger über die Position meines Babys nachdenke.

Und es ist doch so: egal ob ich mich darüber verrückt mache, dass die kleine in Beckenendlage liegt, oder ob ich es nicht tue: das einzige, was sich dadurch verändert, ist mein Hormonhaushalt. Habe ich Angst davor oder mache mir große Sorgen, habe ich Stresshormone im Körper, die zu nichts führen. Und die Situation dadurch eigentlich schlimmer machen als sie ist. Gehe ich in die Akzeptanz und vertraue darauf, dass alles genau so kommen wird, wie es kommen soll, bin ich entspannt. Und davon hat auch mein Baby viel mehr. Und das sieht bei dir natürlich ganz genauso aus! Und damit auch du wieder relativ schnell entspannt bist, hier jetzt nochmal eine kleine Zusammenzufassen aller Schritte im Schnelldurchlauf:

  1. Werde dir bewusst, was du gerade konkret denkst
  2. Fokussiere dich auf deinen Atmen
  3. Streitest du gerade mit der Realität? Wenn ja, lass das lieber 😉
  4. Akzeptiere die Situation so wie sie ist
  5. Gehe auf Lösungssuche

Damit die Umsetzung klappt

Ich weiß, all das Umzusetzen ist manchmal gar nicht so einfach. Deswegen gibt es ja neben dem Blog und dem Podcast auch meine Coachings und Online Kurse. Denn es mir einfach unglaublich wichtig, dass du wirklich lernst, dich selbst richtig zu hinterfragen. Und du dir erarbeitest, wie du die Dinge wirklich umsetzt und nicht immer von deinem Schweinehund unterbrochen wirst. Wir betreiben dort eben Ursachenbekämpfung, was hier im im Blog oder Podcast so nicht möglich ist, da Stress und damit eben auch deine Sorgen und Ängste individuell sind.

Trotzdem kannst du natürlich auch nur mit dem Blog/Podcast viel erreichen, davon bin ich überzeugt und das zeigen eure schönen Feedbacks ja auch. Dafür nochmal vielen vielen Dank!

In diesem Sinne: auf ein schönes Bauchgefühl.
Ich glaub an dich und du solltest es auch tun.
Deine Jill

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Für mehr inspirierende Methoden und hilfreiche Unterstützung höre gerne in den Kugelzeit Coaching Podcast rein. Du findest ihn bei Spotify, iTunes oder deiner Lieblings-Podcasts-App kostenlos und jederzeit!

Folge mir auch gerne bei Instagram – und bekomme mehrmals wöchentlich inspirierende kleine Übungen, die dich im Alltag begleiten, um deine Resilienz zu stärken.

Falls du Online Kurse magst, schau gerne mal bei meinem Kurs „die schönste Wartezeit“ vorbei. Er dient dir als Ort, an dem du flexible und zu jeder Zeit, und trotzdem nicht alleine an deinem Mindset arbeitest, um deine Sorgen und Ängste zu verstehen und sie zu lösen.

Alle Infos zu meinen Einzel- und Gruppencoachings mit Schwangeren findest du hier.

Was ehemalige Coachees über die Arbeit mit mir sagen, könnte für dich auch von Interesse sein.

Meine Vision? Das JEDE Schwangere, Stress, und ihre Sorgen und Ängste in ihrer Kugelzeit in den Griff bekommt!

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