Blogeintrag

Fehlende Motivation als Mama? Mein Lieblings-Trick

Es gibt Tage, an denen die Motivation einfach fehlt – sei es beim Aufstehen, beim Einkaufen oder bei lästigen Hausarbeiten. Als Psychologin und Mindset Coach habe ich gelernt, wie wichtig es ist, mein Mindset zu lenken, statt mich von negativen Gedanken überwältigen zu lassen. In diesem Blogpost teile ich meinen Lieblings-Trick, um meine Motivation zurückzugewinnen.

Warum fehlende Motivation so herausfordernd ist

Heute Morgen hatte ich so gar keine Lust aufzustehen. Kennst du das Gefühl? Die Nacht war bescheiden, das Bett noch so warm, und meine Gedanken waren bereits bei den vielen Aufgaben des Tages…

Als Psychologin und Mindset Coach kenne ich glücklicherweise viele Tricks, um meine Motivation wiederzufinden. Besonders als Mama ist das unglaublich wichtig, denn fehlende Motivation betrifft nicht nur das Aufstehen, sondern auch alltägliche Pflichten wie Einkaufen, Wäsche waschen oder mit den Kindern rausgehen.

Unser Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, uns vor Gefahren zu schützen, nicht aber, uns glücklich zu machen. Diese Überlebensmechanismen führen oft dazu, dass wir uns gegen unliebsame Aufgaben sträuben – sei es der Haushalt oder das Einkaufen. Doch wenn wir verstehen, dass unser Mindset entscheidend ist, können wir diesen Automatismus durchbrechen.

Die Rolle des Mindsets in der Motivation

Unser Mindset bestimmt, wie wir auf Situationen reagieren. Wenn wir unbeaufsichtigt lassen, agiert es wie unser Chef – wir reagieren nur. Nehmen wir uns zum Beispiel keine Zeit für uns selbst, könnte unser Mindset uns einreden, dass dies egoistisch sei und dem Wohl anderer schade. Doch wenn wir es als Mitarbeiter betrachten, können wir bewusst negative Gedanken hinterfragen und neue Perspektiven gewinnen.

Praktische Tipps für den Alltag

In der Theorie klingt das einleuchtend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Hier sind praxisnahe Tipps, die du direkt anwenden kannst:

Heute Morgen wollte ich partout nicht aufstehen. Kennst du das? Die Nacht war ziemlich bescheiden, das Bett noch so schön warm und gedanklich war ich schon bei all den ToDos von heute… Oder mir fehlt Motivation, wenn es ums Einkaufen geht oder ums Wäsche waschen bzw. dann zusammenlegen. Mit den Kindern nochmal rauszugehen oder auch gesund zu kochen.

Mein Lieblings-Trick: Perspektivenwechsel

Anstatt gegen meine Lustlosigkeit anzukämpfen, frage ich mich: „Worauf hätte ich noch weniger Lust, wenn ich diese Aufgabe jetzt nicht angehe?“ Diese Frage hilft mir, meine eigene Motivation zu steigern. Wenn ich mir bewusst mache, was mich noch weniger reizt als die momentane Aufgabe, erscheint sie plötzlich weniger lästig.

Wenn ich mich nicht motiviert fühle, eine Aufgabe zu erledigen (z. B. aufstehen, einkaufen gehen), nutze ich einen Perspektivwechsel. Statt nur gegen die fehlende Motivation anzukämpfen, frage ich mich: „Worauf hätte ich noch weniger Lust, wenn ich diese Aufgabe nicht erledige?“ Ich denke über die möglichen Konsequenzen nach, die eintreten könnten, wenn ich die Aufgabe aufschiebe oder ignoriere. Dadurch relativiere ich die Schwierigkeit der aktuellen Aufgabe und steigere meine Motivation, sie anzugehen. Der Trick besteht darin, nicht gegen die negative Gefühlslage anzukämpfen, sondern sie bewusst zu hinterfragen. Indem ich mir bewusst mache, was mich noch weniger reizt als die aktuelle Aufgabe (wie Zeitdruck, ungesundes Essverhalten der Kinder oder Verkehrsstress), relativiere ich die Schwere der aktuellen Aufgabe (in diesem Fall das Aufstehen). Das führt dazu, dass meine Motivation automatisch steigt, da ich mich bewusst für das „kleinere Übel“ entscheide und dadurch die vermeintlich lästige Aufgabe leichter angehe.

Angenommen, ich zögere, aus dem Bett zu kommen. Statt mich nur auf die Mühe des Aufstehens zu konzentrieren, denke ich darüber nach, was passieren könnte, wenn ich länger liegen bleibe und worauf ich keine Lust hätte: Ich hatte keine Lust auf Zeitdruck, keine Lust darauf, dass die Kinder ihr Frühstück im Auto haben, und auch keine Lust auf den morgendlichen Verkehr. Diese Gedanken motivieren mich, rechtzeitig aufzustehen, um diese unangenehmen Szenarien zu vermeiden.

„Die grösste Entdeckung meiner Generation ist, dass ein Mensch sein Leben ändern kann, indem er seine Einstellung ändert.“

Probier es selbst aus!

Stehst du vor der Herausforderung, deine Motivation zu finden, sei es beim Einkaufen, im Haushalt oder bei anderen alltäglichen Aufgaben? Nutze diesen einfachen Trick und beobachte, wie sich deine Motivation von selbst erhöht. Indem du bewusst die negativen Konsequenzen einer Aufschiebung ansiehst, kannst du dich motivieren, die Aufgabe anzugehen und positive Veränderungen in deinem Alltag zu erleben.

Du kannst diesen Trick in verschiedenen Situationen anwenden, wenn du dich schwer motivieren kannst. Überlege dir, welche unangenehmen Folgen eintreten könnten, wenn du eine bestimmte Aufgabe nicht erledigst. Diese Perspektive hilft oft, die Motivation zu steigern, da du dich bewusst für die aktuelle Aufgabe entscheidest, um potenzielle negative Konsequenzen zu vermeiden.

In diesem Sinne: Auf ein schönes Bauchgefühl. Ich glaube an dich, und du solltest es auch tun.

Deine Jill

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ZUR MAMA EDITION

Jill Baier bloggt bei Kugelzeit Coaching
Jill Baier
Ist Psychologin, Mindset-Coach für Mamas(to-be) und alle die es werden wollen sowie Gründerin von Kugelzeit Coaching.
Mit ihrem psychologischen und wissenschaftlich fundiertem Fachwissen klärt sie über Sorgen, Ängste und Stress auf. Sie hilft Frauen sowohl im Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und auch als Mamas dabei, wieder mehr Leichtigkeit und Freude in den eigenen Alltag zu bringen.
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