Schritt 1: Identifikation deiner Ängste

Nimm dir Zeit, um genau zu verstehen, wovor du Angst hast. Schreibe es auf, mache es greifbar.

Schritt 2: Graduelle Annäherung

Wähle eine Situation, die deine Angst auslöst, aber dabei noch erträglich ist. Stell dir vor, es ist wie bei einer Phobie gegenüber Schlangen: Beginne mit einem großen Abstand.

Schritt 3: Bewusstes Erleben der Angst

Sobald du dich in der angstauslösenden Situation befindest, nimm bewusst wahr, wie sich deine Angst äußert. Was spürst du körperlich und emotional?

Schritt 4: Akzeptanz und Distanz

Anstatt die Angst zu unterdrücken, akzeptiere sie. Lass sie zu und beobachte, wie sie sich nach etwa 90 Sekunden allmählich wieder legt.

Schritt 5: Schrittweises Vorgehen

Wiederhole diesen Prozess, indem du dich schrittweise der angstauslösenden Situation näherst. Je öfter du dies praktizierst, desto mehr verliert die Angst ihre Macht über dich.

Praxisbeispiel: Überwindung der Blutabnahme

In meiner Schwangerschaft stand ich vor der Herausforderung, eine tief verwurzelte Angst vor Blutabnahmen zu bewältigen. Der Ursprung dieser Angst reichte bis in meine Jugend zurück: Während einer Blutabnahme wurde mir schwindelig, und ich verlor das Bewusstsein. Der damit verbundene Sturz und das Erwachen inmitten von Ärzten und anderen Patienten prägten sich tief in mein Gedächtnis ein. Die physischen und emotionalen Unannehmlichkeiten dieses Vorfalls hatten zur Folge, dass allein der Gedanke an Blutabnahmen meine Ängste in der Schwangerschaft intensivierte.

Die Methode der schrittweisen Konfrontation ermöglichte es mir, mich behutsam meiner Angst zu stellen. Statt die Blutabnahme zu vermeiden, entschied ich mich bewusst dazu, die Situation zu akzeptieren und schrittweise zu durchleben.

Schritt 1: Identifikation der spezifischen Ängste

Ich analysierte genau, welche Aspekte der Blutabnahme meine Ängste auslösten. Es war nicht im Grunde nicht der physische Akt, sondern viel mehr die damit verbundenen Erinnerungen an Ohnmacht und Kontrollverlust.

Schritt 2: Graduelle Annäherung an die Situation

Anstatt die Blutabnahme zu vermeiden, näherte ich mich der Situation schrittweise an. In den ersten Versuchen wählte ich einfache Szenarien, wie das Betrachten von Nadeln aus der Ferne.

Schritt 3: Bewusstes Erleben der Angst

Während ich mich der eigentlichen Blutabnahme näherte, nahm ich bewusst wahr, wie sich meine Angst äußerte. Die körperlichen Reaktionen und emotionalen Unruhen wurden genau beobachtet.

Schritt 4: Akzeptanz und Distanz zur Angst

Anstatt die Angst zu unterdrücken, akzeptierte ich sie bewusst. Ich erkannte an, dass diese Angst auf vergangenen Erfahrungen beruhte, aber nicht meine gegenwärtige Realität repräsentierte.

Schritt 5: Wiederholung für schrittweise Überwindung

Mit jeder anstehenden Blutabnahme verlor die Angst immer mehr an Präsenz, und ich gewann an Selbstvertrauen.

„Die grösste Überwindung liegt nicht darin, keine Angst zu haben, sondern darin, sich der Angst zu stellen und dennoch voranzugehen.“

Und jetzt bist du dran: überleg gerne mal, was dich stresst bzw. Wovor du Angst hast und ob du dich langsam und Schritt für Schritt an diese Angst oder auch Sorge annähern kannst, damit du dich nicht mehr so ausgeliefert fühlst bzw. Positiv formuliert: damit du deine Selbstwirksamkeit am eigenen Laib spürst und merkst, dass du alles erreichen kannst, was du möchtest.

Die bewusste Auseinandersetzung mit Ängsten erfordert Mut, zahlt sich aber durch gestärktes Selbstvertrauen aus. Du kannst lernen, Ängste nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu überwinden.

Bitte beachte jedoch folgendes: Die im Blogpost vorgestellte Methode basiert auf persönlichen Erfahrungen und dient ausschließlich informativen Zwecken. Sie ersetzen keinen professionellen medizinischen Rat. Personen mit spezifischen gesundheitlichen Bedenken sollten einen qualifizierten Gesundheitsdienstleister konsultieren. Die Anwendung der Methode erfolgt auf eigene Verantwortung. Dieser Blogpost bietet Informationen und Anregungen, ersetzt jedoch keine individuelle Beratung durch Fachleute.

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