Blogeintrag

Wieso dich dein Kind triggert und was du dagegen tun kannst

Warum bringen uns unsere lieben Kleinen manchmal so auf die Palme? In diesem Beitrag tauchen wir ein in die Welt der Trigger und zeigen, wie du lernst, entspannter zu reagieren.

Trigger in der Mutterroll

Triggers – dieses psychologische Phänomen begegnet uns nicht nur als Mamas ständig. Aber was bedeutet das eigentlich? In unserer Reise durch die Mutterrolle stoßen wir auf Momente, die uns herausfordern.

Trigger in der elterlichen Erfahrung können aus verschiedenen Ursachen entstehen. Hier sind einige häufige Faktoren:

  1. Eigene Kindheitstraumata: Unverarbeitete Erlebnisse aus der eigenen Kindheit können als Trigger dienen, wenn ähnliche Situationen auftreten.
  2. Unerfüllte Bedürfnisse: Wenn bestimmte Bedürfnisse in der eigenen Kindheit nicht erfüllt wurden, können ähnliche Situationen im Elternsein starke Reaktionen hervorrufen.
  3. Gesellschaftliche Erwartungen: Druck von außen, sei es durch gesellschaftliche Normen oder Erwartungen an die Elternrolle, kann zu Triggern führen.
  4. Stress und Überlastung: Übermäßiger Stress, Schlafmangel und generelle Überlastung können die Toleranzschwelle senken und zu leichteren Auslösern für Triggern führen.
  5. Unrealistische Erwartungen: Das Festhalten an idealisierten Vorstellungen vom perfekten Elternsein kann zu Frustration und Triggern führen, wenn die Realität nicht mithalten kann.
  6. Ungelöste Konflikte: Unausgesprochene Konflikte oder ungelöste Probleme in der Partnerschaft können sich auf das elterliche Verhalten auswirken.

Es ist wichtig zu erkennen, dass die Ursachen individuell variieren können und oft eine Kombination mehrerer Faktoren vorliegt. Selbstreflexion und gegebenenfalls professionelle Unterstützung können helfen, die Ursachen von Triggern zu identifizieren und konstruktiv damit umzugehen.

Beispiel mit einer Mama im Coaching

Stell dir vor, dein Kind sagt: „Mama, du bist doof.“ Klingt unschuldig, oder? Doch für eine Mama, die ohnehin mit ihrer Mamarolle kämpft, wird das zum emotionalen Sturm. Warum? Weil diese Worte auf einem Boden aus Unsicherheit und Selbstzweifeln fallen.

Was bedeutet das genau: Die Mama aus dem Coaching erlebt, wie die vermeintlich harmlosen Worte ihres Sohnes zu einem Selbstzweifel-Tornado werden. Diese Worte treffen nicht nur sie, sondern auch ihre Unsicherheiten in der Mutterrolle. Eine explosive Mischung.

Die Macht der Erwartungen

Trigger haben oft weniger mit den Worten deines Kindes zu tun als mit deinen eigenen Erwartungen. Wenn du erwartest, dass eure Kommunikation immer harmonisch ist, wirst du getriggert, wenn dein Kind plötzlich anders spricht. Das Problem liegt in der Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.

Was bedeutet das genau: Die Mama hatte klare Vorstellungen davon, wie die Kommunikation mit ihrem Kind ablaufen sollte. Jeder Ausbruch von Unzufriedenheit seitens des Kindes wurde zu einem Bruch in ihrer Vorstellung von harmonischer Mutter-Kind-Interaktion. Dieser Bruch löste den Trigger aus.

Die Unsicherheit hinter dem Trigger

Ein Trigger löst Unsicherheit aus. Jede Mama kennt das Gefühl, aber die Auslöser sind unterschiedlich. Sobald du getriggert bist, reagierst du oft impulsiv und ärgerst dich danach über deine Reaktion. Ein Teufelskreis entsteht.

Detailbeschreibung: Die Unsicherheit der Mama manifestierte sich in der Frage, ob sie eine gute Mutter ist. Jedes „Mama, du bist doof“ wurde zum Angriff auf ihre Selbstwahrnehmung. In diesen Momenten fühlte sie sich unsicher, ob sie wirklich die Mutter ist, die ihre Kinder brauchen.

Gegenüberstellung mit einer Alltagsgeschichte

Mia weckte mich mit kalten Füßen. Eine vertraute Situation, die in mir warme, geborgene Gefühle weckte. Ähnlich wie ich als Kind die Wärme meiner Mutter genoss, erlebte ich es nun umgekehrt. Doch es zeigt auch, dass nicht nur positive, sondern auch unangenehme Emotionen in uns geweckt werden können.

Was bedeutet das genau: Der Moment mit Mia verdeutlichte, dass nicht alle Trigger negativ sind. Kalte Füße könnten auch Unbehagen auslösen, wenn dies in der eigenen Kindheit eine unangenehme Erfahrung war. Das Beispiel illustriert, dass Emotionen durch simple Handlungen unserer Kinder stark beeinflusst werden können.

Ursachenforschung

Kinder triggern uns oft, weil sie unbewusste Erinnerungen an unsere eigene Vergangenheit wecken. Die Worte oder Handlungen der Kinder sind dabei nur Auslöser für etwas, das tief in uns verwurzelt ist.

Was bedeutet das genau: In der Ursachenforschung wurde klar, dass die Mama durch ihre eigene Mutterrolle getriggert wurde. Die Worte des Sohnes riefen Erinnerungen an ihre eigene Unsicherheit als Mutter hervor. Es war nicht der Sohn, der sie triggerte, sondern die ungelösten Emotionen aus ihrer eigenen Kindheit.

Die höchste Kunst des Lebens ist die Fähigkeit, Dinge zu korrigieren.

Fazit

Um deine Reaktionen zu ändern, musst du verstehen, warum dich bestimmte Situationen triggern. In diesem Erkennen liegt auch die Freiheit zur Veränderung.

Die Kunst liegt darin, Trigger sowie die Ursache zu erkennen und zu korrigieren. Eine gelassene Mutterrolle ist kein fester Zustand, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess. Dein Schlüssel zu mehr Verständnis, Selbstreflexion und einer entspannten Mutterrolle.

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Jill Baier bloggt bei Kugelzeit Coaching
Jill Baier
Ist Psychologin, Mindset-Coach für Mamas(to-be) und alle die es werden wollen sowie Gründerin von Kugelzeit Coaching.
Mit ihrem psychologischen und wissenschaftlich fundiertem Fachwissen klärt sie über Sorgen, Ängste und Stress auf. Sie hilft Frauen sowohl im Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und auch als Mamas dabei, wieder mehr Leichtigkeit und Freude in den eigenen Alltag zu bringen.
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